Wanderferien Unterwallis

Von grandiosen Landschaften
und unvergesslichen Wandertouren

Wir haben Ferien gemacht. Aktivferien. Wie könnte es auch anders sein. Wir haben die schönen Herbsttage zum Wandern und Wellnessen im Unterwallis genutzt. Ehrlich gesagt war das Unterwallis „Terra incognita“ für uns. Auf unserer „inneren Landkarte“ ein Gebiet voller feuerspeiender Ungeheuer. Also Zeit diese Wissenslücke bei Wanderferien im Unterwallis zu schliessen.

ie erste Nacht verbrachten wir am Lac de la Gruyère. Ja Gruyères, die Gegend mit dem feinen Käse und der Double Crème. Doch die Freiburger Voralpen haben einiges mehr zu bieten. Unser Plan für den nächsten Tag war eine Wanderung auf den Le Moléson

Wo wir hin wollten, wussten wir anfangs gar nicht so recht. Nur eines war klar: Immer dem schönen Wetter nach. Dieses war für die kommenden Tage im Südwesten Europas angesagt. Also stiegen wir in unseren gemieteten Camper und fuhren los – immer der Sonne nach.

Tag 1 – Gruyères in jeglichen Formen geniessen

Der Moléson ist dank bequemer Standseil- und Gondelbahn für alle zugänglich. Wir haben diese Option für den Aufstieg jedoch links liegen gelassen und machten uns zu Fuss zum Gipfel auf. Gestartet in Moléson-sur-Gruyères ging es entlang von Weiden immer dem befahrbaren Weg nach Richtung Plan-Francey. Von dort weiter über Gros Moléson. Nach 3 Stunden und rund 930 Höhenmetern sind wir oben angekommen. 

Vom Gipfel auf 2’002 m ü. M. aus offenbart sich ein atemberaubendes 360-Grad-Panorama vom Genfersee bis zum Jura und vom Mont-Blanc bis zu den Gipfeln des Berner Oberlands. Einzig der stürmische Wind an diesem Tag treibt uns an, den Abstieg ins Restaurant anzutreten. Kaum ging die Tür auf, stieg uns auch schon der Duft von feinem Fondue in die Nase. Es stimmt eben schon «Fondue isch guet und git e gueti Luune». Runter ging es dann mit Gondel- und Standseilbahn.

Der Tag war damit aber noch nicht vorbei. Ein Spaziergang durch das mittelalterliche Städtchen Gruyères stand auf dem Plan. Ein bezaubernder kleiner Ort, aber mehr ein Freilichtmuseum, welches hauptsächlich von Touristen besucht wird. Nichts desto trotz suchten wir uns in einem der Restaurants einen gemütlichen Platz an der Sonne und gönnten uns Double Crème de la Gruyère mit Meringue. Ein Traum! 

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang trafen wir in unserem Nachtlager direkt am Genfersee ein und waren damit im Unterwallis angekommen.

Tag 2 – Zu Besuch auf Montreuxs Hausberg

Umgeben von fantastischen Bergen fiel uns die Wahl für den nächsten Ausflug gar nicht so leicht. Letztlich beschlossen wir dem Rochers-de-Naye, dem Hausberg von Montreux, einen Besuch abzustatten. Also ging es mit der nostalgisch anmutenden Zahnradbahn in etwa 40 Minuten hoch zum Gipfel.

Oben an der Endstation angelangt, lässt ein spektakulärer Panoramablick auf die Alpen, die Riviera und den Genfersee die Herzen höher schlagen. Ausser wenn man wie wir an diesem Tag, die Wolken vor der Nase hat und gar nichts sieht. Also ging es kurzerhand einige Höhenmeter runter bis wir unter der Wolkendecke waren. Hier konnten wir den überwältigenden Ausblick endlich geniessen.

Tag 3 – Anrüchige Bergnamen

Die Sonne strahlte auch an diesem Tag. Damit stand die nächste Wandertour auf dem Programm: Eine Rundtour an der Grenze zwischen der Schweiz und Frankreich. Das Auto haben wir in Torgon abgestellt. Zunächst der Fahrstrasse nach ging es allmählich ansteigend zum Col de Recon. Ab dort war dann Beinarbeit angesagt, um bis zum Haute Sex (ja, der heisst wirklich so) zu kommen.

Auch hier hat die Aussicht wieder alle Anstrengung belohnt. Ein kurze Pause zum Sonne tanken bevor es wieder etwas hinab zum Col de Chétillon und in weiteren Aufs und Abs zum Col de Croix ging. Langsam zogen Regenwolken auf. Also gingen wir den Abstieg an und waren rechtzeitig vor dem Regen wieder beim Auto. 

Tag 4 – L’eau, la vie, Lavey

Wie angekündigt, gab es am nächsten Tag ein Regen-Intermezzo. Von diesem haben wir uns aber nicht die Laune verderben lassen. Stattdessen haben wir die Wohltaten der warmen Becken, Sprudelbäder und Saunen vom Thermalbad Les Bains de Lavey genossen. Schliesslich sind wir in den Ferien – Entspannen gehört genauso dazu wie aktiv sein. Spaziergänge und Stadtbummel entlang der Riviera haben den Tag abgerundet.

Tag 5 – Ein unvergessliches Highlight zum Schluss

Le Grammont ist eine dieser Wanderungen, an die man sich lange erinnern wird, da die Landschaften grandios sind. Vorbei am malerischen Lac de Taney und dem gleichnamigen Bergdorf steigt die Route auf zum Col des Crosses. Überragt wird der märchenhafte Bergsee von den eindrücklichen Zwillingsgipfeln der Jumelles (zu deutsch „Ferngläser“) und vom Grammont. Weiter zum Le Grammont Grat hinauf wo sich bereits eine herrliche Aussicht auf den Genfersee bietet. Man denkt, mit einem Kopfsprung direkt in den Lac Léman springen zu können (wovon wir allerdings abraten). 

Noch knapp 100 Höhenmeter und der Wanderweg erreicht man schliesslich den Gipfel, wo Wanderer den Jura und das Chablais-Massiv, das Rhonetal, den Grand Combin, den Haut-Giffre sowie das Mont Blanc-Massiv bestaunen können. Wer die Augen gut zusammenkneift, kann sogar das Matterhorn sehen.

Den krönenden Abschluss bildete ein feines Fondue Diligence – Fondue moitié-moitié mit frischen Kräutern und Crème Chantilly. Ein Gaumenschmaus.

Unser Fazit zu Wanderferien im Unterwallis

Feuerspeiende Ungeheuer haben wir während unseren Wanderferien im Unterwallis keine gefunden. Dafür aber atemberaubende Berge, unglaublich schöne Ausblicke und fantastisches Essen. Für uns waren es perfekte Ferien zum aktiv sein und entspannen.

Wir hoffen, auch ihr habt den schönen Herbst für ausgiebige Wandertouren genutzt. Jetzt steht aber erst einmal der Winter vor der Tür. Vielleicht sehen wir euch schon bald auf einer Ski- und Snowboard-Reise.

Euer sporttrip.ch-Team